Zahlen, Daten, Fakten


Umsatz

In einem anhaltend schwierigen Marktumfeld erzielte die AGRAVIS in 2017 ein erfreuliches Umsatzplus von rund 3,8 Prozent auf 6,4 Mrd. Euro. Dazu trugen vor allem der Agrarhandel, das Mischfutter- und Technik-Geschäft sowie die Bereiche Märkte und Energie bei. Es gelangen Marktanteilsgewinne, Geschäftszuwachs in neuen Regionen und erfolgreiche M&A-Aktivitäten. In 2018 erwartet die AGRAVIS eine leicht positive Entwicklung beim Umsatz und plant mit einem Volumen von 6,5 Mrd. Euro.


Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2017 beschäftigte die AGRAVIS-Gruppe insgesamt 6.685 Mitarbeiter. Sie sind an mehr als 400 Standorten in einer Vielzahl unterschiedlicher Berufsfelder tätig. Mit 604 Auszubildenden am Jahresende 2017 und einer im Vergleich zum Vorjahr stabilen Ausbildungsquote von mehr als 9 Prozent unterstreicht die AGRAVIS-Gruppe, dass sie frühzeitig junge Menschen an das Unternehmen bindet, um dem fortschreitenden Fachkräftemangel zu begegnen. Die AGRAVIS will ein attraktiver Arbeitgeber bleiben und beschreitet dazu auch neue Wege in der Personalentwicklung.


Ergebnis

Das operative Ergebnis (EBIT) konnte 2017 im Vergleich zum Vorjahr positiv gestaltet werden und stieg von 69 auf 74 Mio. Euro. Dieser Zuwachs um 7,3 Prozent zeugt von operativer Stärke. Nicht zufriedenstellend fiel das Ergebnis vor Steuern mit 25,3 Mio. Euro (Vorjahr: 41,6 Mio. Euro) aus . Der Rückgang gegenüber Vorjahr ist vor allem auf diverse Einmalbelastungen zurückzuführen. Für 2018 plant die AGRAVIS mit einem EBIT von 77 Mio. Euro und einem Ergebnis vor Steuern von 42 Mio. Euro.


Eigenkapital

Die Eigenkapitaldecke der AGRAVIS blieb in 2017 trotz leichten Rückgangs mit 563 Mio. Euro auf einem hohen Niveau. Auch mit diesem Eigenkapital ist die AGRAVIS unverändert in der Lage, sich ergebende Marktchancen für weiteres nachhaltiges Wachstum zu nutzen. Die Eigenkapitalquote betrug 29 Prozent und ist dem Geschäftsmodell weiterhin mehr als nur angemessen. Sie soll in 2018 wieder bei rund 30 Prozent stabilisiert werden.


Kerngeschäftsfelder

Die AGRAVIS versteht sich als leistungsstarker Partner der Landwirtschaft und umfassender Dienstleister im ländlichen Raum. Sie agiert in den Kerngeschäftsfeldern Pflanzen, Tiere und Technik, die das klassische Agribusiness abbilden, sowie Märkte (einschließlich Baustoffhandlungen) und Energie. Außerdem ist die AGRAVIS im Projektbau tätig.


Standorte

Die AGRAVIS versteht sich als nationaler Agrarhändler. Schwerpunkt der Aktivitäten ist das regionale Geschäft in Deutschland. Die AGRAVIS betreibt mehr als 400 Standorte, vorwiegend vor allem in großen Teilen Nordrhein-Westfalens, in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, aber auch in anderen Bundesländern wie Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen, Sachsen und Bayern. Die klare Schwerpunktsetzung auf den deutschen Agrarmarkt verknüpft die AGRAVIS weiterhin mit einer Internationalisierungsstrategie. Dies ist notwendig, weil der nationale Agrarmarkt nur ein begrenztes Wachstumspotenzial bietet.


Umsatzsteigerung durch M&A-Aktivitäten

Durch M&A-Aktivitäten hat die AGRAVIS in 2017 einen Umsatz von 170 Mio. Euro hinzugewonnen. Die gesunde Finanzierungsstruktur der AGRAVIS ermöglichte es, die dafür erforderlichen Ausgaben zu tätigen. M&A-Aktivitäten – sowohl auf dem nationalen als auch auf dem internationalen Markt – werden in 2018 neben dem organischen Wachstum von innen heraus ebenfalls für positive Impulse sorgen. Seit dem Jahr 2006 erreichte der dazugekaufte Umsatz ein Volumen von rund 2,3 Mrd. Euro. Die M&A-Aktivitäten beschreiben somit auch den kontinuierlichen Wachstumspfad der AGRAVIS.


Vertriebskanäle

Die AGRAVIS bedient drei große Vertriebskanäle: Beim Großhandel mit den regionalen Raiffeisen-Genossenschaften erzielte sie im Berichtsjahr einen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro. Der direkte Agrarhandel und das Technikgeschäft mit der Landwirtschaft ergaben einen Umsatz von 2,8 Mrd. Euro. Und beim Handel mit Industrie und Mühlen sowie im Export erwirtschaftete die AGRAVIS einen Umsatz von 2,0 Mrd. Euro.


Investitionen

Rund 87 Mio. Euro hat die AGRAVIS im Jahr 2017 in strategische Kernbereiche und Kundenbindung investiert. Deutlich mehr als ursprünglich geplant (63 Mio. Euro). Hauptgründe für den Anstieg sind der Erwerb des bisher gemieteten Distributionszentrums in Münster und die Kooperationen beim Mischfutter und den Raiffeisen-Märkten mit der RWZ Rhein-Main eG. 2018 sind Investitionen in Höhe von 59 Mio. Euro vorgesehen.